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„Die Wirtschaft nicht den Ökonomen überlassen“

IGLR-Vorstand und Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Ernst Langthaler fordert im „Standard“ mehr interdisziplinäre Offenheit in den (Wirtschafts-)Wissenschaften.

Ernst Langthalers Kommentar ist eine Replik auf Harald Badinger, Harald Oberhofer und Jesus Crespo Cuaresma. Die drei Professoren für Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien hatten in ihrem Beitrag vor einigen Tagen konstatiert, Ansätze abseits der „Mainstream-Ökonomie“ würden „teilweise von pseudowissenschaftlichem Gedankengut dominiert werden und rein ideologisch agieren“.

Dem setzt Ernst Langthaler ein Plädoyer für wissenschaftliche Vielfalt entgegen: „Im Tunnelblick des methodologischen Dogmatismus erscheint das Feld der (Wirtschafts-)Wissenschaft viel enger, als es tatsächlich ist. Neben dem zum Königsweg überhöhten quantitativ-deduktiven Ansatz gibt es nicht minder wissenschaftliche Ansätze, die sich vereinfachend als ‚qualitativ-induktiv‘ charakterisieren lassen.“ Für die „Mainstream-Ökonomie“ wäre es also bereichernd, „fächerübergreifend und deutlich realitätsgerechteres Wissen zu generieren“, so wie Sozial- und Kulturwissenschaften bereits von Erkenntnissen aus der „rauen Welt der Wirtschaft“ profitieren, schreibt Langthaler.

> „Kommentar der anderen“ von Ernst Langthaler in der Tageszeitung Der Standard vom 17.7.2017: http://derstandard.at/2000061415262/Die-Wirtschaft-nicht-den-Oekonomen-ueberlassen

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